Erfolgreich Studieren

Während die einen ihr Studium scheinbar auf einer Arschbacke absitzen und ratz-fatz mit einem hervorragenden Abschlusszeugnis dastehen, fällt es anderen unglaublich schwer, die passenden Veranstaltungen rauszusuchen, Referate und Hausarbeiten fertig zu kriegen, Klausuren zu bestehen und am Ende womöglich sogar die letzten Prüfungen zu bestehen.
Manchmal liegt das daran, dass man sich schlicht und ergreifend überschätzt hat. Wer in der Schule immer eine Null in Mathe war, wird beim Mathematik-Studium wenig Freude haben. Und wer kaum einen geraden Satz formulieren kann, der wird wohl mit den ständig geforderten ellenlangen Hausarbeiten in einem geisteswissenschaftlichen Studium ordentlich zu kämpfen haben. Bei vielen Betroffenen scheitert das Studium aber nicht an den Fähigkeiten oder am Intellekt, sondern einfach am Stil des Studierens. Für all jene, die schon im zweistelligen Semesterzahlenbereich sind und noch kein Ende in Sicht haben, gibt es hier nun ein paar schlaue, ein paar sehr einfache und ein paar überraschend effektive Tipps zum erfolgreichen Abschluss des Studium.
Tipp 1: Wer sein Studium abschließen will, der muss auch Studieren! Zwar halten jene, bei denen es fürs Studium aus welchen Gründen auch immer nicht gereicht hat, den Studenten immer wieder gerne vor, was für ein unglaublich wunderbares Leben der gemeine Student doch habe, da er ja IMMER Urlaub habe und seine einzige Aufgabe darin bestehe, den eigenen Namen irgendwie auf diverse Anwesenheitslisten zu schmuggeln, doch am Ende ist und bleibt es einfach so, dass ein Studium mit sehr viel und oft auch sehr harter Arbeit verbunden ist. Das wollen all die frustrierten Nicht-Akademiker dieser Welt zwar nicht wahr haben, Fakt ist aber: an der Uni wird dir genauso wenig geschenkt wie im echten Leben auch. Der Unterschied ist eben, dass es niemanden interessiert und dir auch niemand einen Einlauf verpasst, wenn du deine Arbeit nicht machst.
Deshalb ist es so wichtig, sich selbst zu disziplinieren. Zwar überprüft niemand, ob du ständig zu spät oder gar nicht kommst, aber wenn dann die Klausur geschrieben wird, dann rächt es sich schnell.
Tipp 2: Mute dir ein realistisches Pensum zu! Von denen, die in ihrem Studium irgendwie versinken, gibt es zwei grundverschiedene Typen, die aber letztlich das gleiche Problem haben, sie haben kein gutes Maß dafür, was zu schaffen ist und was nicht. Typ A belegt erstmal so viele Seminare wie die Woche Stunden hat und gibt dann nach einiger Zeit, überwältigt von so viel Arbeit vorsichtshalber gleiche alle auf. Typ B geht SEHR vorsichtig an die Sache heran. Statt der vorgesehenen 3 Scheine im Semester nimmt er sich vorsichthalber mal nur 2 vor und ist dann am Ende auch mit einem ganz zufrieden. Ein Studium besteht immer aus hektischen und ruhigen Phasen. Werden Sie in den ruhigen Phasen nicht gleich übermütig und werfen Sie in den hektischen Phasen nicht gleich die Flinte ins Korn. Die eine oder andere Nachtschicht hat noch niemanden umgebracht und von ein paar sehr ruhigen Wochen zu Beginn des Semesters sind noch weniger Menschen gestorben.
Tipp 3: Auch ein Studententag beginnt am Morgen! Ein sehr studentenspezifisches Phänomen ist die Verschiebung der Tageszeiten. Ein großer Teil jener Studenten, die ihr Studium fest im Griff hat, die selber dafür aber vollkommen grifflos sind, beginnt seinen Tag erst am Mittag. Als Begründung werden die Veranstaltungen angeführt, die auch erst am Nachmittag anfangen. Das Problem dabei ist allerdings, dass dann nach den Veranstaltungen schon Abend ist und man sich wieder den angenehmen Dingen des Lebens widmet. So wird der Tag im Grunde nicht verschoben, sondern schlicht verkürzt. Lassen Sie das mal lieber sein!
Tipp 4: Arbeiten gehen! Wenn Mama und Papa jeden Monat Geld überweisen, dann ist die Motivation gering, sich einen Nebenjob zu suchen. Stattdessen mag man sich lieber voll und ganz auf das Studium konzentrieren. Komischer Weise sind die, die sich ganz besonders lange konzentrieren oft jene, die keinen ablenkenden Job haben…Mit den allermeisten Studiengängen ist ein Nebenjob durchaus zu vereinbaren. Er zwingt Sie aber dazu, ihre Tage besser zu strukturieren und erinnert Sie auch daran, dass Studieren nicht nur Spaß ist. Wer sich mit einem anstrengenden Job rumplagt, ist viel motivierter, sein Studium schnell und gut abzuschließen als der, der einfach nur von seinen reichen Eltern profitiert, das hat die Erfahrung immer und immer wieder bewiesen.